Streckenradar in Deutschland

0 Standorte erfasst

Das Streckenradar, auch Section Control oder Abschnittskontrolle genannt, misst die Durchschnittsgeschwindigkeit über einen längeren Streckenabschnitt. Anders als herkömmliche Blitzer, die die Geschwindigkeit an einem Punkt messen, erfasst das Streckenradar die Fahrtzeit zwischen zwei Messpunkten.

Das Prinzip ist einfach: Am Anfang und Ende eines Kontrollabschnitts werden die Kennzeichen der Fahrzeuge fotografiert und die Durchfahrtszeiten gespeichert. Aus der Streckenlänge und der benötigten Zeit wird die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Liegt diese über dem Tempolimit, wird ein Bußgeldbescheid ausgestellt.

Das erste Streckenradar in Deutschland wurde 2019 auf der B6 bei Laatzen in Niedersachsen in Betrieb genommen. Seitdem wurden weitere Anlagen an verschiedenen Standorten installiert. Das System gilt als besonders effektiv, da es nicht möglich ist, kurz vor dem Blitzer abzubremsen und danach wieder zu beschleunigen.

Rechtlich war das Streckenradar in Deutschland zunächst umstritten. Das Bundesverfassungsgericht hat die Abschnittskontrolle jedoch grundsätzlich für zulässig erklärt, sofern die datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden.

Wie erkennt man einen Streckenradar?

Streckenradare bestehen aus zwei Messportalen: einem am Anfang und einem am Ende des Kontrollabschnitts. Die Portale sind als Metallbrücken über der Fahrbahn oder als seitliche Säulen zu erkennen. Hinweisschilder informieren über den Beginn der Messstrecke.

Wann löst der Streckenradar aus?

Das Streckenradar misst kontinuierlich alle Fahrzeuge im Kontrollabschnitt. Es löst aus, wenn die berechnete Durchschnittsgeschwindigkeit über dem Tempolimit liegt. Da die Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen wird, hilft kurzes Abbremsen vor dem Messpunkt nicht.

Bußgeld beim Streckenradar

Für die Berechnung des Bußgeldes wird die Durchschnittsgeschwindigkeit herangezogen. Die Toleranz beträgt in der Regel 3 km/h oder 3 Prozent (je nachdem, was günstiger ist). Die Bußgelder entsprechen den üblichen Sätzen für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Typische Standorte

AutobahnbaustellenTunnelBundesstraßen mit UnfallschwerpunktenLängere Streckenabschnitte mit Tempolimit

Häufige Fragen zum Streckenradar

Was kostet ein Verstoß am Streckenradar?

Für die Berechnung des Bußgeldes wird die Durchschnittsgeschwindigkeit herangezogen. Die Toleranz beträgt in der Regel 3 km/h oder 3 Prozent (je nachdem, was günstiger ist). Die Bußgelder entsprechen den üblichen Sätzen für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Wie erkenne ich einen Streckenradar?

Streckenradare bestehen aus zwei Messportalen: einem am Anfang und einem am Ende des Kontrollabschnitts. Die Portale sind als Metallbrücken über der Fahrbahn oder als seitliche Säulen zu erkennen. Hinweisschilder informieren über den Beginn der Messstrecke.

Kann ich gegen einen Streckenradar Einspruch einlegen?

Ja, Sie können gegen jeden Bußgeldbescheid innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Bei Streckenradarn können insbesondere Messfehler, fehlerhafte Aufstellung oder mangelnde Eichung als Einspruchsgründe geltend gemacht werden.