Handy-Blitzer, offiziell als Mobiltelefon-Überwachungsanlagen bezeichnet, sind eine relativ neue Art der Verkehrsüberwachung in Deutschland. Sie erfassen Fahrer, die während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzen — ein Verstoß, der seit der Verschärfung der Straßenverkehrsordnung strenger geahndet wird.
Die Technik basiert auf hochauflösenden Kameras, die aus einer erhöhten Position (z.B. von Brücken oder Masten) Fotos des Fahrzeuginnenraums aufnehmen. Künstliche Intelligenz analysiert die Bilder und erkennt, ob der Fahrer ein Handy in der Hand hält. Verdächtige Aufnahmen werden anschließend von geschultem Personal überprüft.
Das erste Pilotprojekt für Handy-Blitzer in Deutschland wurde in Rheinland-Pfalz gestartet. Die Technologie stammt aus den Niederlanden und Australien, wo sie bereits erfolgreich eingesetzt wird. In Deutschland ist die rechtliche Grundlage noch nicht in allen Bundesländern vollständig geklärt.
Die Strafen für Handynutzung am Steuer sind empfindlich: 100 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung steigt das Bußgeld auf 150 Euro und es droht ein Monat Fahrverbot. Radfahrer zahlen 55 Euro.