🚔 Arten mobiler Blitzer
Mobile Blitzer gehören zum Alltag auf deutschen Straßen. Anders als stationäre Blitzer wechseln sie regelmäßig den Standort und sind schwerer vorherzusehen.
Laserpistole (z.B. Riegl FG21-P)
Die Laserpistole wird von einem Beamten per Hand auf das Zielfahrzeug gerichtet. Ein Laserstrahl misst die Geschwindigkeit über die Laufzeitdifferenz mehrerer Impulse. Die Messung dauert nur Bruchteile einer Sekunde.
Radarmessgerät auf Stativ
Geräte wie der Traffistar S350 werden auf einem Dreibeinstativ am Straßenrand aufgestellt. Sie senden Radarwellen aus und berechnen die Geschwindigkeit aus der Frequenzverschiebung.
ProViDa (Nachfahren)
Bei der ProViDa-Messung fährt ein Polizeifahrzeug dem verdächtigen Fahrzeug hinterher. Eine geeichte Videoanlage zeichnet die Fahrt auf.
Blitzer-Anhänger (Enforcement Trailer)
Semi-mobile Geräte in einem kompakten Anhänger, die über Tage oder Wochen am gleichen Standort stehen. Arbeiten autark mit Batterie und Solarstrom.
📋 Aufstellung und Vorschriften
Mobile Blitzer unterliegen strengen Vorschriften:
- ✅ Messgerät muss zugelassen und geeicht sein
- ✅ Bediener muss geschult sein (Schulungsnachweis)
- ✅ Aufstellort muss den Richtlinien entsprechen
- ✅ Messprotokoll muss geführt werden
- ✅ Mindestabstand zum Temposchild muss eingehalten werden
⚠️ Fehlerquellen bei mobilen Blitzern
Mobile Messungen sind anfälliger für Fehler als stationäre:
⚖️ Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf:
- 📁 Akteneinsicht (Messprotokoll, Eichschein, Schulungsnachweis)
- 📝 Einspruch gegen den Bußgeldbescheid
- 🔍 Gutachterliche Überprüfung der Messung
✅ Fazit
Mobile Blitzer sind technisch ausgereift, aber nicht unfehlbar. Bei Zweifeln an der Messung lohnt sich eine Überprüfung — besonders bei höheren Bußgeldern.